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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett III

alemán

Sieh’ in den Spiegel, sag’ dem Antlitz dann:
Zeit ist’s, daß es ein Ebenbild erhält;
Daß, wenn es neues Leben nicht gewann,
Du um die Mutter nicht betrügst die Welt.
5Denn wo ist, deren Leib noch ungepflügt
Der Gattenliebe Anbau je verschmäht?
Und wo der Thor, der das Geschlecht betrügt,
Wenn Eigenliebe stolz zu Grabe geht?
Du bist der Mutter Spiegel, und wie froh
10Ruft sie in dir den holden Lenz zurück!
Auch du sollst durch des Alters Fenster so,
Trotz Runzeln, seh’n der goldnen Jugend Glück.
Doch lebst du ohne Angedenken hier.
Stirbst du allein, und stirbt dein Bild mit dir.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett III
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-981c92
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett III», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-981c92.html

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