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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIV

alemán

Wer machtbegabt einschränkend sich bescheidet,
Wer zeiget nicht, was reich ihm ist verlieh’n;
Wer felsenfest, wenn Andre leicht er leitet,
Wer der Versuchung trotzt mit starrem Sinn;
5Des Himmels Gunst ist lohnend dem geneigt,
Der mit des Himmels Gütern sparsam schaltet;
Als eigner Schönheit Herr er stets sich zeigt,
Da Mancher seinen Reichthum nur verwaltet.
Des Sommers Blum’, dem Sommer ist sie hold,
10Mag einsam auch sie leben und verblüh’n;
Doch wenn sie gift’ger Thau befallen sollt’,
Dann ist das ärmste Gras ihr vorzuzieh’n.
Süß kann gar leicht in Bitter übergeh’n,
Unkraut riecht neben welker Lilie schön.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIV
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-5768e9
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIV», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-5768e9.html

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