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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIX

alemán

Das frühe Veilchen ward drum so bedroht: –
Wo hast du, holder Dieb, den Duft genommen,
Als aus des Liebsten Hauch? Das Purpurroth,
Was deine zarte Wange hat bekommen,
5Tauchst du in Farben, die sein Blut dir bot,
Um deine Hand schalt ich die Lilienblüthen,
Der Majoran stahl dir dein dunkles Haar,
Die Rosen furchtsam in den Dornen glühten;
Hier rothe Scham und weiße Angst dort war.
10Die dritte hat sich Roth und Weiß gestohlen,
Und noch mit deinem Athem sich bedacht;
Doch für den Stolz, den sie zeigt unverhohlen,
Hat rächend ihr ein Wurm den Tod gebracht.
Mehr Blumen sah ich; keine doch ich fand,
Die Duft und Farbe dir nicht hätt’ entwandt.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIX
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-190a35
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XCIX», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-190a35.html

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