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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LX

alemán

Wie Wellen hin zum kies’gen Ufer rauschen,
So eilen unsre Tage rasch zum Ziel;
Im Wechsel müssen sie die Stellen tauschen,
Sie dringen vorwärts stets in bunt Gewühl.
5Wenn die Geburt begrüßt des Lebens Licht,
Zur Reife kriecht sie dann, die, kaum gewährt,
Als hämisch Dunkel ihren Ruhm anficht.
Der Zeit Geschenk wird von der Zeit zerstört;
Vernichtet wird durch Zeit der Jugend Prangen,
10Es muß die Schönheit ihren Furchen weichen,
Ihr ist, was liebend hielt Natur umfangen,
Mit scharfer Sens’ wird Alles sie erreichen;
Doch nicht mein Vers, der deinen Preis gesungen,
Soll – mag sie droh’n – der Zukunft sein verklungen.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LX
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-50a967
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LX», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-50a967.html

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