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Wehmut
Die Abendglocke tönet,
vom Himmel sinkt die Ruh,
das Auge grambethränet
nur schliesset sich nicht zu.
5Dass meine Jugend fliehet
allein und ungeliebt,
dass jeder Kranz verblühet,
das ist, was mich betrübt.
Und als ich sie gefunden,
10war 142 Herz und Welt nur Lust,
und seit sie mir entschwunden,
ist Athmen ein Verlust.
Der Strom aus Felsen quillend,
Die Berge lieben nicht;
15nur’s arme Herz, das fühlend,
so leicht von Kummer bricht.
O töne, sanft Geläute,
In’s 143 stille Thal hinaus,
der Morgen deckt das Heute,
20den Gram das Grabeshaus.