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Ludwig Uhland · Romanticismo

Unter der Linden (Uhland)

alemán

70 Unter der Linden, an der Heide,
Da unser Zweier Bette was,
Da möget ihr noch finden, schöne beide,
Gebrochen Blumen unde Gras,
571 Vor dem Walde, in einem Thal,
Tandaradai!
Schöne sang die Nachtigall.

Ich kam gegangen zu der Aue,
Da war mein Friedel kommen eh’.
10Da ward ich empfangen, hehre Fraue!
Daß ich bin selig immermeh.
Er küßte mich wohl tausendstund,
Tandaradai!
Seht, wie roth mir ist der Mund!

15Da hatt’ er gemachet, also reiche,
Von Blumen eine Bettestatt.
Des wird noch gelachet, innigliche,
Kommt Jemand an denselben Pfad;
Bei den Rosen er wohl mag –
20Tandaradai!
Merken, wo das Haupt mir lag.

72 Daß wir da lagen, wüßt’ es Jemand,
Das hüte Gott! so schämt’ ich mich.
Wes wir da pflagen, nimmer Niemand
25Befinde das, denn er und ich
Und ein kleines Vögelein!
Tandaradai!
Das mag wohl getreue seyn.

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Autor
Ludwig Uhland
Título
Unter der Linden (Uhland)
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-unter-der-linden-uhland--ludwig-uhland-e0e8c4
Cita recomendada
Ludwig Uhland, «Unter der Linden (Uhland)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-unter-der-linden-uhland--ludwig-uhland-e0e8c4.html

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