10In tiefer Ruh liegt um mich her
der Waffenbrüder Kreis.
Mir ist das Herz so bang und schwer,
so bang so schwer,
von Sehnsucht mir so heiss –
11 von Sehnsucht mir so heiss.
Wie hab’ ich oft so süss geträumt
an ihrem Busen warm,
wie freundlich schien des Heerdes Gluth,
lag sie in meinem Arm,
lag sie in meinem Arm,
12Hier, wo der Flammen düstrer Schein,
ach, nur auf Waffen spielt,
hier fühlt die Brust sich ganz allein,
hier fühlt die Brust sich ganz allein –
der Wehmuth Thräne quillt,
der Wehmuth Thräne quillt.
13Herz, dass der Trost dich nicht verlässt,
dass der Trost dich nicht verlässt,
es ruft noch manche Schlacht,
Bald ruh’ ich wohl und schlafe fest,
14Herzliebste! gute Nacht!
Herzliebste! gute Nacht!
Herz, dass der Trost dich nicht verlässt,
dass der Trost dich nicht verlässt,
es ruft noch manche Schlacht,
15bald ruh ich wohl und schlafe fest –
Herzliebste! gute Nacht!
Herzliebste! gute Nacht!
Herzliebste, gute Nacht!