16 Goldfischlein spricht: „Mir ist beschieden
Ein kaltes Reich, ein kaltes Blut,
Nicht jedes Liebesglück hienieden
Wird nur geweiht in heißer Gluth.
5Und ruhig, wie die Fluth im Abendschimmer,
Wohnt Liebe ruhig in der Brust mir immer.
Nicht mein kann der Geliebte werden,
Nur desto reiner lieb’ ich ihn,
Es zieht ihn ewig nur zur Erden,
10Mich wird’s zur Welle ewig zieh’n;
In ird’ scher Gluth wird er mich stets begehren,
Aus laut’ rer Brust werd’ ich ihn stets verehren!
Mir g’nügt’s, wenn spät im Abendscheine
Die Sonne, die schon abwärts strahlt,
15In meine Fluth, die spiegelreine,
Den Schatten des Geliebten malt;
Wenn wesenlos sein Bild, das ideale,
An meine Brust sich wirft im Geisterstrahle.“