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Ernst Wilhelm Lotz · Modernismo

Die Heide-Touristen

alemán

Sie liegen wie gemäht im Heidekraut.
In ihren Köpfen stecken kurze Pfeifen.
Rauch quillt. Verweht. — Ein harter Mittag blaut.
Licht glüht herab in breiten Strahlenstreifen.

Einer sitzt wach mit vorgestrecktem Haupt.
In seiner Hand blinkt eine Mandoline.
Sein Blick stößt vor, daß er der Landschaft raubt
Ein braunes Lied, das seiner Sehnsucht diene.

Um ihn die Schläfer träumen von der Stadt.
Der Traum warf sie zurück in ihre Zinnen,
Ins Trübe, das sie sonst umdüstert hat.
Die helle Heide sank von ihren Sinnen.

Doch jeder hat sein Mädchen dort. Das brennt
Jetzt rötlich auf in ihren müden Hirnen.
Und der, der einsam wacht und sieht, erkennt
Das kleine Licht auf ihren braunen Stirnen.

Und stark in gelbe Ferne späht er wieder.
Schwül wogt sein Blut und trübt ihm sein Gesicht. —
Hell auf den Höhen stehen viele Lieder,
Doch er ist sehnsuchtsblind und sieht sie nicht.

Die Mandoline blinkt auf seinen Knien.
Noch stumm und wartend, da die andern wachen.
Und langsam folgt er, als sie weiterziehn.
Und sonderbar tönt ihm ihr gutes Lachen.

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Autor
Ernst Wilhelm Lotz
Título
Die Heide-Touristen
Lengua
alemán
Época
Modernismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-heide-touristen--ernst-wilhelm-lotz-a69b53
Cita recomendada
Ernst Wilhelm Lotz, «Die Heide-Touristen», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-heide-touristen--ernst-wilhelm-lotz-a69b53.html

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