24060An Belinden.
Warum ziehst du mich unwiderstehlich,
Ach! in iene Pracht?
War ich guter Junge nicht so seelig
In der öden Nacht!
5Heimlich in mein Zimmerchen verschloßen,
Lag im Mondenschein,
Ganz von seinem Schauerlicht umfloßen –
Und ich dämmert ein.
Träumte da von vollen goldnen Stunden,
10Ungemischter Lust!
Ahndungsvoll hatt’ ich dein Bild empfunden
Tief in meiner Brust.
241Bin ich’s noch, den du bey so viel Lichtern
An dem Spieltisch hältst?
15Oft so unerträglichen Gesichtern
Gegenüber stellst?
Reizender ist mir des Frühlingsblüthe
Nun nicht auf der Flur;
Wo du Engel bist, ist Lieb und Güte,
20Wo du bist, Natur.
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