Edelweiß und Alpenrose,
Sinnbild ihr der Menschenlose,
Sinnbild unsres höchsten Glücks.
Blutige Rose! Liebe, Leben,
Nimmermüdes Lustanstreben,
Flammenleuchte des Geschicks.
Doch wie bald ist es geschehen,
Daß die Rose muß vergehen,
Bald sind Erdenfreuden fern.
Dann empor zu höchsten Zinken,
Dort wird noch dem Wandrer winken
Der Entsagung blasser Stern.
Ach, an seinen heißen Gluten
Muß zu früh das Herz verbluten,
Und zurück, als letzter Preis,
Bleibt ein wunschlos kühles Träumen
In dem Haupt mit Silbersäumen
— Süßes, seliges Edelweiß!