Steh auf, steh auf vom Meeresschooß!
guten Morgen!
ich will dich selig machen!
Hörst du die Walfische lachen?
hörst du das Weltkonzert schallen?
Komm, kletter auf die Korallen:
kuck, alle Engel sind los!
Jetzt: hopp, einen kleinen Luftsprung!
Auf doch!
Guten Morgen!
Hüh, meine Flügeldelphine:
hoch, hoch, hoch, Aphrodite:
in Abrahams Schooß!
Ach du, +hilf+ mir doch lachen,
bitte bitte,
und guten Morgen und Unsinn machen!
Denn du lagst sehr bleich, du schlechtes Weib,
als du vom Meergott träumtest
und meine Arme wie Seeschlangen zäumtest;
das darfst du nie wieder machen,
hörst du, nie wieder!
Denn ich will dich ja selig machen,
ja, du: seeelig! über und über!
Und darum verbitt ich mir solche Sachen;
hörst du!
Denn dazu tut Uns Beiden kein Fieber
mit Himmelsträumen etcetera not,
denn du bist mir zehntausendmal lieber
als der liebste liebe Gott!
Also: Auf jetzt! O Gottes Wunder:
hör doch die Vögel, wie die lachen:
jeden Tag wird sie gesunder,
und Vater Abraham ist tot!
Ja: das ist +mein+ Schooß,
und das ist +dein+ Schooß,
und der Mensch will selig werden auf Erden —
weißt du noch, wie man das machen muß?
Auf! — O Liebste! — O guten Morgen:
sieh mal, da blüht schon bald der Flieder!
Ach, weißt du noch? Ja, blick nur nieder:
bald blühst du auch und tust mir wieder
— endlich wieder —
den Himmel auf! o Götterkuß!