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Nikolaus Lenau · Romanticismo

Winternacht (Nikolaus Lenau)

alemán

901.

Vor Kälte ist die Luft erstarrt,
Es kracht der Schnee von meinen Tritten,
Es dampft mein Hauch, es klirrt mein Bart;
Nur fort, nur immer fortgeschritten!

5Wie feierlich die Gegend schweigt!
Der Mond bescheint die alten Fichten,
Die, sehnsuchtsvoll zum Tod geneigt,
Den Zweig zurück zur Erde richten.

Frost! friere mir ins Herz hinein,
10Tief in das heißbewegte, wilde!
Daß einmal Ruh mag drinnen seyn,
Wie hier im nächtlichen Gefilde!

33
902.

Dort heult im tiefen Waldesraum
Ein Wolf; – wie’s Kind aufweckt die Mutter,
Schreit er die Nacht aus ihrem Traum
Und heischt von ihr sein blutig Futter.

5Nun brausen über Schnee und Eis
Die Winde fort mit tollem Jagen,
Als wollten sie sich rennen heiß:
Wach auf, o Herz, zu wildem Klagen!

Laß deine Todten auferstehn,
10Und deiner Qualen dunkle Horden!
Und laß sie mit den Stürmen gehn,
Dem rauhen Spielgesind aus Norden!

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Autor
Nikolaus Lenau
Título
Winternacht (Nikolaus Lenau)
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-winternacht-nikolaus-lenau--nikolaus-lenau-caa31f
Cita recomendada
Nikolaus Lenau, «Winternacht (Nikolaus Lenau)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-winternacht-nikolaus-lenau--nikolaus-lenau-caa31f.html

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