CADA PIEZA VIVE EN UNA DIRECCIÓN · NADA VIVE EN UNA SOLA SALA  

PoetósferaLa BibliotecaOtto Ernst

Otto Ernst · Vanguardias / s. XX

Winternachmittag an der Elbe

alemán

Durch den Schnee, der Schlucht und Gräben füllt,
Wandert meine Seele ruhumhüllt.
Ach, sie möchte sich Genüge tun,
Lebenswarm im weißen Totenlinnen ruhn!

Denn es wacht wie eine Flamme mein Gemüt
In der Stille dieser Schlummerzeit.
Wie ein einzig Licht in Waldesnächten glüht,
Brennt mein Herz in Wintereinsamkeit.

Horch, wer hat den toten Hain erschreckt?
Überlast des Schnees fiel von den Zweigen.
Einen Laut hat sich Natur erweckt,
Weil ihr graute vor dem eignen Schweigen.

Durch beschneite Zweige kann ich ferne sehn,
Wo die stillen Segel gehn.
Aus dem Reich der stummen Nebelhöhn gesandt,
Ziehn sie lautlos in des Traumes Land. —

Holder Tag, der unterm Eis verrinnt,
Ewig wirst du mir im Herzen sein!
Tief gebettet dort, wirst du noch einst ein Wein,
Der die alten Augen mir mit Licht umspinnt.

Sigue explorando

Por su autor
Otto Ernst · 296 piezas más en la casa
Dónde vive
La Biblioteca

← WintermorgenWohlgemeinter Rat →

Expediente

Autor
Otto Ernst
Título
Winternachmittag an der Elbe
Lengua
alemán
Época
Vanguardias / s. XX
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-winternachmittag-an-der-elbe--otto-ernst-dc52ef
Cita recomendada
Otto Ernst, «Winternachmittag an der Elbe», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-winternachmittag-an-der-elbe--otto-ernst-dc52ef.html

Las obras de dominio público se reproducen íntegras, con atribución y en la ortografía de su impreso. ¿Ves una errata o conoces una fuente mejor? Escríbenos desde Sobre la casa.