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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXV

alemán

Wenn Erz, Stein, Erde, unbegrenzte Fluth
Nicht trotzen kann der trüben Sterblichkeit,
Kann Schönheit bergen sich vor solcher Wuth,
Die keine Blum’ an Kräften überbeut?
5Was soll des Sommers süßen Hauch beschützen,
Wenn heranbraus’t die rauhe Sturmesnacht,
Da schwächer selbst des Felsens mächt’ge Stützen
Und eh’rne Pforten als der Zeiten Macht?
O Angstgedanke! – Wie, ach! soll entgeh’n
10Der Zeit Juwel der Zeiten Moderschrein?
Wer zwingt den flücht’gen Fuß der Zeit zum Steh’n?
Wer hält im Schönheitsraub ihr mächtig ein?
Ach, nichts! wenn nicht das Wunder einst geschieht,
Daß nie mein’ Lieb’ in schwarzer Schrift verglüht. –

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXV
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-fcc1b7
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LXV», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-fcc1b7.html

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