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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XC

alemán

So hasse mich – mir gleich, wenn du gewillt,
So lang’ die Welt noch meine Thaten schändet,
Daß meines Unglücks Maß, durch dich gefüllt,
Des Schicksals Groll nicht spät an mir verschwendet.
5Ach! wenn mein Herz entronnen ist den Sorgen,
Nicht zeig’ im Nachtrab dich besiegter Pein,
Dem nächt’gen Sturme gieb nicht düstern Morgen,
Laß sichrer Noth verfallen mich nicht sein.
Nicht thu’s zu spät, wenn du mich willst verlassen,
10Nicht thu’s, wenn ausgetobt die kleinen Schmerzen;
Im Anlauf komm’, daß ganz ich mag erfassen
Des Schicksals tiefstes Weh’ in meinem Herzen.
Muß andres Elend jetzt ich trüb beweinen,
Es kann, verlier’ ich dich, nur leicht mir scheinen.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XC
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-f3a3c4
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XC», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-f3a3c4.html

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