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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXXI

alemán

Besser ist’s, schlecht zu sein, als so zu scheinen,
Da Nichtsein Schmach vom falschen Sein empfängt,
Gerechter Freud’ Verlust von Andrer Meinen,
Von unserm eignen Fühlen ab nicht hängt.
5Warum soll frech der Falschheit arge Tücke
Mein wildes Blut mit schnödem Hohn begrüßen?
Sind meine Schwächen für der Späher Blicke
Das, was ich gut gemeinet, schlecht sie hießen?
Nein! ich bin, was ich bin; die hämisch schmäh’n
10Auf meine Schuld, die eigne zeigen sie;
Gerade bin ich, wenn gekrümmt sie geh’n,
Mein Thun beweis’t ihr schnödes Sinnen nie,
Wenn nicht des Uebels Macht sie an sich reißen,
Um schlecht und lügnerisch die Welt zu heißen.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXXI
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-e0e497
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CXXI», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-e0e497.html

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