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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XIX

alemán

Des Löwen Klauen stumpfe, grimme Zeit,
Die Erde laß verschlingen ihre Brut,
Entwaffne du des Tigers Grausamkeit,
Erstick’ den Phönix in des Feuers Gluth.
5Mag deiner Flucht entsprießen Freud’ und Leid;
Die Welt mit Allem, was sie Schönes hat,
Verfallen sei sie dir, schnellfüß’ge Zeit,
Nur scheue dich vor einer Frevelthat.
Beug’ nimmer des Geliebten schönes Haupt,
10Noch ziehe je des Alters Furchen drauf;
Zu trotzen deiner Macht sei ihm erlaubt,
Des Schönen Vorbild in der Zeiten Lauf.
Doch thu’ dein Schlimmstes, Zeit, trotz deinem Dräu’n
Wird ewig jung im Lied mein Liebster sein.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XIX
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-b90f41
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XIX», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-b90f41.html

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