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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CVIII

alemán

Was kann mein Hirn für Zeichen noch erfinden,
Die nicht mein treues Herz dir schon beschrieb?
Was gäb’s zu sprechen neu, was zu verkünden,
Das meiner Lieb’ und deinem Lob verblieb? –
5Nichts, süßer Knabe! Wie ein fromm Gebet
Muß täglich ich dieselben Worte brauchen;
Nichts Altes ist, da unser Bund besteht,
So jung als meiner Liebe erstes Hauchen.
So duldet ew’ge Lieb’ in frischer Hülle
10Nicht Alters Raub und nicht die Schmach der Zeit,
Nicht Runzeln prägt ihr auf des Schicksals Wille,
Das Alter ist als Sclav’ ihr nur geweiht:
Es findet erster Liebe Keim entfaltet,
Wo nach Gestalt und Zeit sie scheint erkaltet.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CVIII
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-8296d2
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett CVIII», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-8296d2.html

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