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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XLVI

alemán

Mein Aug’ und Herz im schweren Kriege steh’n,
Wie deines Anblicks Recht sie theilen können;
Nicht gönnt das Aug’ dem Herzen, dich zu seh’n,
Dem Auge will das Herz dies Recht nicht gönnen.
5Es sagt das Herz: in ihm ja liegest du
(Ein Raum, in den des Auges Blick nie strahlt);
Allein das Auge giebt’s dem Feind nicht zu,
Und sagt, daß sich in ihm dein Abbild malt.
Des Herzens Unterthanen, die Gedanken,
10Das Urtheil fällen sie in diesem Streit,
Recht sprechen sie den Gegnern vor den Schranken,
Das jedem das, was ihm gebührt, verleiht:
Dein Anblick soll das Recht des Auges sein,
Dem Herzen deine Liebe ihn verleih’n.

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XLVI
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-380f17
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett XLVI», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-380f17.html

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