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William Shakespeare · Barroco

William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LII

alemán

Dem Reichen gleich’ ich, der mit Schlüssels Kraft
Des theuern Schatzes Truhe sich erschließet,
Doch nicht durch viel Beschauen sie erschlafft,
Die Lust, die seltner er, so mehr genießet.
5Drum herrlich ist ersehnten Festes Feier,
Die spärlich trifft des langen Jahres Reih’;
Wie Steine dünn gesäet, daß mehr theuer
Des Halsgeschmeids Juwel dem Anblick sei.
So wahrt die Zeit dich mir in ihrer Hülle,
10Wie Festgewand wohl birgt der sichre Schrein;
In schöner Stunde mag Genusses Fülle
Gefangne Lust aus neid’scher Haft befrei’n.
Heil dir, deß Ruhm, besitzt man dich, gewährt
Triumph – und Hoffnung, wenn man dich entbehrt!

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Autor
William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
Título
William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LII
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-30cf97
Cita recomendada
William Shakespeare, «William Shakspeare's sämmtliche Gedichte — Sonett LII», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-william-shakspeare-s-sammtliche-gedichte-sonett--william-shakespeare-30cf97.html

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