Sieh, das Haus ward mir zu enge,
Und es trieb mich in die Welt,
In des Thales dunkle Gänge,
Wo sich's wie im Traum verhält.
Rebenhügel, Tannenwälder,
Mitten hin des Stromes Band,
Schmucke Auen, Weizenfelder,
Schönes deutsches Vaterland!
Zu den blankgeputzten Hütten
Droben auf der Bergeshöh',
Zog es mich mit raschen Schritten
Und verwundert still ich steh'.
Eine Stimme ruft von innen,
Eine Stimme klar und hell:
»Guter Jüngling, geh' von hinnen,
Schreit' nicht über diese Schwell'!
Steig' auf Burgen, steig' auf Zinnen,
Sieh' von außen an das Land,
Was Du sehen kannst da drinnen,
Es verwirrt Dir den Verstand.
Unsrer Hütten trübe Weise
Paßt nicht zu der schmucken Au,
Guter Jüngling, wirst zum Greise,
Und Dein Lockenhaar wird grau.«
Blümlein ranken um die Mauer,
Schön bepflanzt von welker Hand,
Und benetzt von Thränenschauer
Grünt das deutsche Vaterland!