Ich geh' durchs Tal am Waldessaum,
Tief unten rauscht der Fluß,
Oh, wie ist doch das Wandern, traun,
Im Wald ein Hochgenuß!
Dort seh' ich stehn ein Mädel fein,
Ich wink' ihm meinen Gruß
Und ruf' es an: »Feins Liebchen mein,
Komm, gib mir einen Kuß!
Du hast ein braunes Röckel an,
Es deckt kaum deinen Fuß,
Das zarte, runde Wädchen kaum,
Geh, gib mir einen Kuß.
Du hast ein blaues Augenpaar
Und Haare wie von Ruß,
Dein rosenroter Mund — ich merk's —
Hat Durst nach einem Kuß.
Nur scheint die Sonne viel zu heiß,
Mir fällt was ein, ich tu's,
Ich führ' dich ins Gehege hin
Und geb' dir — —« fällt ein Schuß.
»Juchhe!« schreit jetzt das Mädchen auf,
»Das ist Hieronymus!«
Ihr Liebster war's, der Jägersmann,
Und damit Schluß.