Wil ab iemen wesen frô,
daz wir iemer in den sorgen iht enleben?
wê wie tuont die jungen sô,
die von freuden solten in den lüften sweben?
i'n weiz anders weme ich'z wîzen sol,
wan den rîchen wîze ich'z und den jungen.
die sint unbetwungen:
des stât in trûren übel und stüende in freude wol.
Wie frô Sælde kleiden kan,
daz si mir gît kumber unde hôhen muot!
sô gît s' einem rîchen man
ungemüete: ôwê, waz sol dem selben guot?
mîn frou Sælde, wie si mîn vergaz,
daz si mir sîn guot ze mînem muote
nien' schriet, si vil guote!
mîn kumber stüende im dort bî sînen sorgen baz.
Swer verholne sorge trage,
der gedenke an guotiu wîp — er wirt erlôst —
und gedenke an liehte tage:
die gedanke wâren ie mîn bester trôst.
gegen den vinstern tagen hân ich nôt,
wan daz ich mich rihte nâch der heide,
diu sich schamt ir leide:
sô si den walt siht gruonen, sô wirt s' iemer rôt.
Frouwe, als ich gedenke an dich,
waz dîn reiner lîp erwelter tugende pfliget,
sô lâ stân! dû rüerest mich
mitten an daz herze, dâ diu liebe liget.
liep und lieber des enmeine ich niht,
dû bist aller liebest, daz ich meine:
dû bist mir alleine
vor al der werlte, frouwe, swaz sô mir geschiht.