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Heinrich Heine · Romanticismo

Tragödie (Heine)

alemán

Entflieh mit mir und sey mein Weib,
Und ruh an meinem Herzen aus;
Fern in der Fremde sey mein Herz
Dein Vaterland und Vaterhaus.

5Gehst du nicht mit, so sterb’ ich hier
Und du bist einsam und allein;
Und bleibst du auch im Vaterhaus,
Wirst doch wie in der Fremde seyn.

161II.

(Dieses ist ein wirkliches Volkslied, welches ich am Rheine gehört.)
Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht,
Er fiel auf die zarten Blaublümelein,
Sie sind verwelket, verdorret.

Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb,
5Sie flohen heimlich von Hause fort,
Es wußt’ weder Vater noch Mutter.

Sie sind gewandert hin und her,
Sie haben gehabt weder Glück noch Stern,
Sie sind verdorben, gestorben.

162III.
Auf ihrem Grab da steht eine Linde,
Drin pfeifen die Vögel und Abendwinde,
Und drunter sitzt, auf dem grünen Platz,
Der Müllersknecht mit seinem Schatz.

5Die Winde die wehen so lind und so schaurig,
Die Vögel die singen so süß und so traurig,
Die schwatzenden Buhlen, die werden stumm,
Sie weinen und wissen selbst nicht warum.

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Autor
Heinrich Heine (1797–1856) · Wikidata Q44403
Título
Tragödie (Heine)
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-tragodie-heine--heinrich-heine-3fd8c6
Cita recomendada
Heinrich Heine, «Tragödie (Heine)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-tragodie-heine--heinrich-heine-3fd8c6.html

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