In einer Wüste lagen viele Menschen,
die fast verschmachteten; sie wimmerten.
Ein schönes Mädchen nur,
mit hilflos braunen Augen,
litt stumm den Durst; denn gieriger als der Durst
brannte ihr seliges Mitleid.
Da trat, vom glühenden Horizont herwachsend,
ein fremder Mann vor dieses Volk;
der hob den Zeigefinger ihnen dar.
Aus der gereckten zitternden Spitze quoll
ein großer Tropfen Blut, quoll, hing, und fiel,
fiel in den Sand;
verwundert sah das Volk den fremden Mann.
Der stand und stand, Tropfen auf Tropfen fiel
aus seinem Finger in den Sand;
und immer, wenn die rote Quelle troff,
erbleichte schauernd Er, sie aber staunten,
und einige ächzten: er verhöhnt uns.
Da schrie er laut mit seiner letzten Glut:
so kommt doch, trinkt! für Euch verblut ich mich!
Doch jenes Mädchen sprach, indeß er hinlosch:
sie brauchen Wasser ...