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Andreas Gryphius · Barroco

Thränen in schwerer Kranckheit

alemán

MIr ist ich weiß nicht wie / ich seufftze für vnd für.
Ich weyne Tag vnd Nacht / ich sitz in tausend Schmertzen;
Vnd tausend fürcht ich noch / die Krafft in meinem Hertzen
Verschwindt / der Geist verschmacht / die Hände sincken mir.
5Die Wangen werden bleich / der schönen Augen Zier
Vergeht / gleich als der Schein der schon verbrannten Kertzen
Die Seele wird bestürmmt gleich wie die See im Mertzen.
Was ist diß Leben doch / was sind wir / ich vnd ihr?
Was bilden wir vns eyn! was wündschen wir zu haben?
10Itzt sind wir hoch vnd groß / vnd morgen schon vergraben:
Itzt Blumen / morgen Kot / wir sind ein Wind / ein Schaum.
Ein Nebel / eine Bach / ein Reiff / ein Tau’ ein Schaten.
Itzt was vnd morgen nichts / vnd was sind vnser Thaten?
Als ein / mit herber Angst durchauß vermischter Traum.

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Por su autor
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Dónde vive
La Biblioteca

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Expediente

Autor
Andreas Gryphius
Título
Thränen in schwerer Kranckheit
Lengua
alemán
Época
Barroco
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-thranen-in-schwerer-kranckheit--andreas-gryphius-d06b4e
Cita recomendada
Andreas Gryphius, «Thränen in schwerer Kranckheit», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-thranen-in-schwerer-kranckheit--andreas-gryphius-d06b4e.html

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