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Friedrich Schiller · Romanticismo

Thekla (Eine Geisterstimme)

alemán

Wo ich sei, und wo mich hingewendet,
Als mein flücht'ger Schatte dir entschwebt?
Hab ich nicht beschlossen und geendet,
Hab ich nicht geliebet und gelebt?

Willst du nach den Nachtigallen fragen,
Die mit seelenvoller Melodie
Dich entzücken in des Lenzes Tagen?
Nur solang sie liebten, waren sie.

Ob ich den Verlorenen gefunden?
Glaube mir, ich bin mit ihm vereint,
Wo sich nicht mehr trennt, was sich verbunden,
Dort, wo keine Träne wird geweint.

Dorten wirst auch du uns wieder finden,
Wenn dein Lieben unserm Lieben gleicht;
Dort ist auch der Vater, frei von Sünden,
Den der blut'ge Mord nicht mehr erreicht.

Und er fühlt, daß ihn kein Wahn betrogen,
Als er aufwärts zu den Sternen sah;
Denn wie jeder wägt, wird ihm gewogen,
Wer es glaubt, dem ist das Heil'ge nah.

Wort gehalten wird in jenen Räumen
Jedem schönen gläubigen Gefühl;
Wage du, zu irren und zu träumen:
Hoher Sinn liegt oft in kind'schem Spiel.

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Autor
Friedrich Schiller (1759–1805) · Wikidata Q22670
Título
Thekla (Eine Geisterstimme)
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-thekla-eine-geisterstimme--friedrich-schiller-a7df25
Cita recomendada
Friedrich Schiller, «Thekla (Eine Geisterstimme)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-thekla-eine-geisterstimme--friedrich-schiller-a7df25.html

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