76Das Meer erglänzte weit hinaus
im letzten Abendscheine,
wir sassen am einsamen Fischerhaus,
wir sassen stumm und alleine.
Der Nebel stieg, das Wasser schwoll,
77die Möve flog hin und wieder;
Aus deinen Augen, liebevoll,
fielen die Thränen nieder.
Ich sah sie fallen auf deine Hand,
und bin aufs Knie gesunken;
ich hab’ von deiner weissen Hand
die Thränen fortgetrunken.
78Seit jener Stunde verzehrt sich mein Leib,
die Seele stirbt vor Sehnen;
mich hat das unglücksel’ge Weib
vergiftet mit ihren Thränen.