2Rauschendes Bächlein,
so silbern und hell,
eilst zur Geliebten
so munter und schnell;
3Ach! trautes Bächlein,
mein Bothe sey du,
bringe die Grüsse
des Fernen ihr zu.
All’ ihre Blumen
im Garten gepflegt,
die sie so lieblich
am Busen trägt,
und ihre Rosen
in purpurner Gluth,
4Bächlein, erquicke
mit kühlender Fluth,
und ihre Rosen
in purpurner Gluth,
Bächlein, erquicke
mit kühlender Fluth,
Wann sie am Ufer
in Träume versenkt,
5meiner gedenkend
das Köpfchen hängt;
tröste die Süsse
mit freundlichem Blick,
denn der Geliebte
kehrt bald zurück,
tröste die Süsse
mit freundlichem Blick,
denn der Geliebte
kehrt bald zurück,
6 Neigt sich die Sonne
mit röthlichem Schein,
wiege das Liebchen
in Schlummer ein,
rausche sie murmelnd
in süsse Ruh,
flüstre ihr Träume
der Liebe zu,
7 flüstre ihr Träume
der Liebe zu.