Schon dreißig Jahre bin ich alt,
Und noch allein geblieben.
Und seh' die Knaben mannigfalt
Wohl ihre Schätzlein lieben.
Ich seh', wie sie sich froh einand
Die Hochzeitskränze winden;
Ich wandre durch das weite Land
Und kann meinen Schatz nicht finden.
Ich such' ihn, wo bei Herdesglanz
Die holden Mädlein blühen,
Ich such' ihn, wo bei Kirmestanz
Die Dirnen alle glühen.
Ich seh' die Jahre rascher ziehn
Und fühl' die Jugend schwinden,
Und suche ihn und rufe ihn,
Und kann meinen Schatz nicht finden.
Und sie, die mir bestimmt muß sein
Für meine Lebensfahrten,
Wird irgendwo allein, allein
Mit Bangen auf mich warten.
Der Alte hier, die Alte dort
Wird einsam einst begraben,
Zwei, die sich treu und heiß geliebt
Und nie gesehen haben.