Ein niuwer sumer, ein niuwe zît,
ein guot gedinge, ein lieber wân,
diu liebent mir enwiderstrît,
daz ich noch trôst ze freuden hân,
noch fröwet mich ein anderz baz
dan aller vogellîne sanc:
swâ man noch wîbes güete maz,
dâ wart im ie der habedanc.
daz meine ich an die frouwen mîn:
dâ muoz noch mêre trôstes sîn.
s'ist schoener danne ein schoene wîp:
die schoene machet lieber lîp.
Ich weiz wol, daz diu liebe mac
ein schoenewîp gemachen wol:
iedoch swelch wîp ie tugende pflac,
daz ist diu, der man wünschen sol.
diu liebe stêt der schoene bî
baz dan gesteine dem golde tuot:
nû jehet, waz danne bezzer sî,
hânt disiu beide rehten muot?
sie hoehent mannes werdekeit:
swer ouch die süezen arebeit
durch sie ze rehte kan getragen,
der mac von herzeliebe sagen.
Der blic gefröwet ein herze gar,
den minneclîche ein wîp an siht:
wie welt ir danne, daz der var,
dem ander liep von in geschiht?
der ist eht maneger freuden rîch,
sô jenes freude gar zergât.
waz ist den freuden ouch gelîch,
dâ liebez herze in triuwen stât,
in schoene, in kiusche, in reinen siten?
swelch sælic man daz hât erstriten,
ob er daz vor den fremden lobet,
sô wizzet, daz er niht entobet.
Waz sol ein man, der niht engert
gewerbes umbe ein reine wîp?
si lâze in iemer ungewert,
ez tiuret doch wol sînen lîp.
er tuo durch einer willen sô,
daz er den andern wol behage:
sô tuot in ouch diu eine frô,
ob im diu ander gar versage.
dar an gedenke ein sælic man:
dâ lît vil sælde und êren an.
swer guotes wîbes minne hât,
der schamt sich aller missetât.