Du bist es nicht, du greiser Tempelritter
im Panzerkleid, auf das die Kerzenstrahlen
des bunten Saals mit täuschendem Gezitter
geheimnisvolle Charaktere malen;
dein Blick ist schwarz, laß das Visier nur zu!
Du bist es nicht — doch Ich bin Du.
Du bist es nicht, Zigeuner mit der Geige,
der wild sein Lied läßt in die Zukunft bluten.
Dein roter Bart ist kraus wie Urwaldzweige,
um die rauchprasselnde Frühfeuer gluten.
Dein Blick ist grau; laß nur die Maske zu!
Du bist es nicht — doch Ich bin Du.
Du bist es nicht, Traumkönigin. Seerosen
trägst du im wolkendunkeln Haargeflechte,
und keuschen Asphodellos, und Skabiosen,
die sanfter blühn als purpursanfte Nächte.
Dein Blick ist braun; laß deinen Schleier zu!
Du bist es nicht — doch Ich bin Du.
Du bist es nicht, mein blonder Puck. Dein Röckchen
ist viel zu kurz für deine Mädchenbeine;
man sieht es doch, daß dein hell Klingelstöckchen
ein Totenköpfchen krönt, du freche Kleine.
Dein Blick ist stahlblau; laß dein Lärvchen zu!
Du bist es nicht — doch Ich bin Du.
Und Du, bist Du’s, du Domino im Spiegel,
in dessen Blick die Farben meerhaft schwanken,
du masken+los+ Gesicht? Zeig +her+ das Siegel,
das mir ausdrückt den Grund deiner Gedanken!
Bin ich das selbst? Ausdruck, du nickst mir zu.
Grundsiegel — Maske — Bin Ich Du? —