Mir war: ich fuhr in halber Finsternis
Auf einem Strom, der mich von dannen riß.
Unwiderstehlich, ohne Frist und Halt
Entführte mich die jähe Stromgewalt.
Vorüber glitten dunkel Stadt und Schloß.
Ein ferner Donner scholl. Der Nachen schoß.
Und ich erriet, daß ich den Rhein befuhr
Ein wenig über seinem Sturze nur.
LXX Scheiden im Licht
Verschärfte Schmerzen foltern mein Gebein,
Doch, soll ich sterben, muß es Morgen sein!
Doch, soll ich aus der Welt von hinnen gehn,
So muß ich erst erhellte Pfade sehn!
In meine Todesschauer sei gemischt
Der Frühe Schauer, der das All erfrischt!
Verstöhnen laß mich hier im Dunkel nicht,
Befreie deinen Kämpfer, starkes Licht!
Auf deinen goldnen Schwingen trägst du Heil,
Erlege mich mit deinem ersten Pfeil!