CADA PIEZA VIVE EN UNA DIRECCIÓN · NADA VIVE EN UNA SOLA SALA  

PoetósferaLa BibliotecaJacob von Melle

Jacob von Melle · Ilustración

Lübecker Totentanz

alemán

11974.
Der Lübecker Totentanz von 1463.
Der Prediger auf der Kanzel.Och redelike creatuer, sy arm ofte ryke,
Seet hyr dat spectel, junck unde olden,
Unde dencket hyr aen ok elkerlike,
Dat sik hyr nemant kan ontholden,
5Wanneer de doet kumpt, als gy hyr seen.
Hebbe wi den vele gudes ghedaen,
So moghe wi wesen myt gode een,
Wy moten van allen loen untfaen.
Unde lieven kynder, ik wil ju raden,
10Dat gi juwe scapeken verleiden nicht,
Men gude exempel en opladen,
Eer ju de doet sus snelle bilicht!

Der Tod an alle.To dessem dansse rope ik alghemene
Pawes, keiser unde alle creaturen,
15Arme, ryke, grote unde klene.
Tredet vort, wente nu en helpet nen truren!
Men dencket wol in aller tyd,
Dat gy gude werke myt ju bringen
Unde juwer sunden werden quyd,
20Wente gy moten na myner pypen springen.

Der Tod zum Papst.Her pawes, du byst hogest nu,
Dantse wy voer, ik unde du!
Al hevestu in godes stede staen,
Een erdesch vader, ere unde werdicheit untsaen
25Van al der werlt, du most my
Volghen unde werden, als ik sy.
Dyn losent unde bindent dat was vast,
Der hoecheit werstu nu een gast.

Der Papst.Och here got, wat is min bate,
30Al was ik hoch geresen in state,
Unde ik altohant moet werden
Gelik als du een slim der erden?
Mi en mach hocheit noch rickheit baten,
Wente al dink mot ik nalaten.
35Nemet hir exempel, de na mi siet
Pawes, alse ik was mine tit!

120Der Tod......................
.....................
.....................
40.....................
.....................
.....................
.....................
Her keiser, wi moten dansen!

Der Kaiser.45O dot, dyn letlike figure
Vorandert my alle myne natture.
Ik was mechtich unde rike,
Hogest van machte sunder gelike.
Koninge, vorsten unde heren
50Mosten my nigen unde eren.
Nu kumstu, vreselike forme,
Van mi to maken spise der worme.

Der Tod.Du werst gekoren – wil dat vroden! –
To beschermen unde to behoden
55De hilgen kerken der kerstenheit
Myt deme swerde der rechticheit.
Men hovardie heft di vorblent,
Du hesst di sulven nicht gekent,
Mine kumste was nicht in dinem sinne! – –
60Du ker nu her, frou keiserinne!

Die Kaiserin.Ick wet, my ment de doet!
Was ick ny vorvert so grot!
Ik mende, he si nicht al bi sinne,
Bin ik doch junck unde ok eine keiserinne.
65Ik mende, ik hedde vele macht,
Up em hebbe ik ny gedacht
Ofte dat gement dede tegen mi.
Och, lat mi nach leven, des bidde ik di!

Der Tod.Keiserinne hoch vormeten,
70My duncket, du hest myner vorgheten.
Tred hyr an! it is nu de tyt.
Du mendest, ik solde di schelden quit?
Nen! al werstu noch so vele,
Du most myt to dessem spele,
75Unde gi anderen alto male! – –
Halt an, volge my, her kardenale!

121Der Kardinal.Ontfarme myner, here, salt schen,
Ik kan di niegensins entflen.
Se ik vore efte achter my,
80Ik vole den dot my alle tyt by.
Wat mach de hoge staet my baten,
Den ik besat? Ik mot en laten
Unde werden unwerdiger ter stunt
Wen ein unreyne stinckende hunt.

Der Tod.85Du werest van state gelike
En apostel godes up ertryke,
Umme den kersten loven to sterken
Myt worden unde anderen dogentsammen werken.
Men du hest mit groter hovardichede
90Up dinen hogen perden reden.
Des mustu sorgen nu de mere! – –
Nu tret ok vort her, konningck here!

Der König.O dot, dyne sprake heft my vorvert,
Dussen dans en hebbik nicht gelert.
95Hertogen, rydder unde knechte
Dagen vor my durbar gerichte,
Unde juwelik hodde sick, de worde
To sprekende, de ick node horde.
Nu komstu unvorsenlik
100Unde berovest my al myn ryk!

Der Tod.Al dyne danken hestu geleyt
Na werliker herlicheyt.
Wat batet? Du most in den slik,
Werden geschapen myn gelik.
105Recht gevent unde vorkeren
Hestu under dy laten reigeren,
Den armen niegene leed want! – –
Her bischop, nu holt an de hant!
........................
........................

Der Tod zum Kartäuser.Nu tret vort, di helpet nen klagen,
Du most dyn part sulven dragen!
It sal di wesen swar,
Di mach nich volgen nar
122185Wen dine werke gut ofte quat.
Din lon is na diner dat,
Nemant mach di des vorbringen. – –
Summen, kum an, ik wil di singhen!

Der Edelmann.Dot, ik bidde di umme respyt,
190Late mi vorhalen! Mine tyt
Ik hebbe ovel overbracht,
Sterven hadde ik klene geacht.
Mine gedanken weren, to vullenbringen
Jutto lust in idelen dingen;
195Minen undersaten was ik swar.
Nu mot ik reisen unde wet nicht, war.

Der Tod.Haddestu gedelt van dinem gode
Den armen, so were di wol to mode.
De klegeliken klagen er gebreken,
200Nuwerle mochtestu se horen spreken.
Dines pachtes werstu gewert.
Na mi haddestu ninen begert,
Dat ik ens umme kame to hants. – –
Kanonik, tret her an den dans!

Der Domherr.205Mi dunkt, it is mi noch to vroch,
Van minen prunden hadde ik genoch
To bruken went her min leven,
Late mi des dansses noch begheven!
Nu scholde ik vullen min schrin.
210Dine velen worde don mi grote pin.
Late mi doch gade denen bat,
Den ik in miner joget vorgat.

........................
........................

Der Tod zum Bürgermeister.Grot lon schaltu entfan.
230Vor din arbeit, dat du hefst ghedan,
Wil di god dusentvult belonen
Unde in deme ewighen levende kronen!
Mer dine bedrechlicheit darmede
Mochte di bringen in groten unvrede.
235Wultu umme dine sunde ruwich sin! – –
Volghe na, meister medicin!

123Der Arzt.Ik hadde wol vordrach, mochte it wesen,
Vele minsken hebbe ik ghenesen,
De van groter suke leden not.
240Mer jegen di klene noch grot
En helpet nine kunst noch medicin.
Nu bevole ik mi sulven de pin,
Van deme dode bin ik beseen,
Wat ordel dat mi schal bescheen.

Der Tod.245Recht ordel schaltu entfan
Na den werken, de du hefst ghedan.
Du hefst ghedan, dat god wol wet,
Mengen in grot eventur gheset,
Den armen swarlik beschat,
250Des he vaken billik hadde to bat,
Al nemestu grote summen darvan. – –
Wokerer, volghe van stunden an!

Der Wucherer.O du aller unvormodeste dot,
Up di en dacht ik klene noch grot!
255Ik hebbe al min gut vorsaden,
Mine bone sint vul kornes geladen.
Mot ik nu sterven, dat is mi swar,
Unde latent hir und wet nicht, war,
Ik en wet nicht, war ik henne mot!
260Vorbarme miner, her, dor dinen dot!

Der Tod.Vorkerde dor, olt van jaren,
Anders hefstu nicht uterkaren
Den dat gut up desser erden!
Ik wet nicht, wat van di sal werden.
265Up mi so haddestu klene acht,
Noch to stervende nicht gedacht.
Nu mustu int ander lant. – –
Her kappelan, lange her de hant!

Der Kaplan.Ach leider wo quelet mi de dot!
270Ik hebbe last van sunden grot,
Slaplik hebbe ik gequiten,
Ik vruchte, god schalt nummer witen.
124De werelt, de viant unde dat vlesch
Hebbet bedraghen minen gest.
275Wat schal mi nu dat gut,
Wente ik it hir al laten mot!

Der Tod.Haddestu van joget up gade bet,
Recht vor dine ogen geset
Unde vlitliken gelert,
280Dar du mennich wort hefst vorkert,
Dat volk bracht to gode,
Dat were gut! Nu schedestu unnode!
It mot sin sunder beiden! – –
Kopman, wilt di ok bereiden!

Der Kaufmann.285It is mi verne, bereit to sin.
Na gude hebbe ik gehat pin
To lande unde tor see,
Dor wind, regen unde snee,
Nin reise wart mi so swar.
290Mine rekenscop is nicht klar;
Hadde ik mine rekenscop ghedan,
So mochte ik vrolik mede ghan.

Der Tod.Hefstu anders nicht bedreven
In kopenscop, alse di was gheven,
295It sal di wesen vullkomenheit,
Wen alle dink to richte steit,
Hefstu di so vorwart
Unde din dink gans wol geklart.
Westu anders, dat is nicht gut. – –
300Koster, kum, it wesen mot!

Der Küster.Ach, dot, mot it sin gedan,
Nu ik erst to denen began?
In miner kosterie mende ik klar,
Noch hogher to komen vorwar.
305En grot officium was min sin,
Also mi dunkt, so krige ik nin.
Ik mach des nicht gebruken,
De dot wil mi vorsluken!

125Der Tod.Al werstu hogher geresen,
310In groter var mustestu wesen.
It is diner sele meiste profit,
Dat gi nicht hogher resen sit.
Volghe na in mine partie,
Wente hoch sin maket hovardie!
315Dat is al jeghen god. – –
Amtman, tret an, it is nen spot!

Der Handwerker.Ach leider, wat schal mi bescheen!
Ovel hebbe ik mi vorgeseen
Unde hebbe mi ser ovel bedacht,
320Min hantwerk so truwe nicht nagetracht,
Dat gud prisede ik sere.
Nu bidde ik di, leve here,
Du mi de sunde wilt vorgheven
Unde late mi in din ewige leven!

Der Tod.325Si amteslude alghemeine
Achten vele dinges kleine,
Dat gi einen anderen bedreghen
Unde vaken darinne leghen.
Up sterven hebbe gi nicht gepast,
330Juwe sele ser belast,
Dat wil juwer selc wesen swar! – –
Klusenaer, volghe naer!

Der Klausner.To sterven dat is mi nicht leit,
Were ik van binnen bereit,
335Were mine conciencien wol purgert.
De viant heft mi tentert
Mit menniger temptacie swar.
Vorbarme di, her, openbar
Ik di bekenne mine sund!
340Wes my gnedich tor lesten stund!

Der Tod.Du machst wol danssen blidelik,
Di hort dat hemmelske rik.
Dat arbeit, dat du hefst ghedan,
Sal diner selen lustende stan.
345Deden se alle so, it scholde en vromen,
Er scholde nicht vele ovel komen,
Men it worde mengen sur. – –
Kum to min reigen, veltgebur!

126Der Bauer.Des dansses neme ik wohl respit.
350Noch hebbe ik mine tyt
Mit arbeide henghebracht
Unde ghedacht dach unde nacht,
Wo ik min lant mochte begaden,
Dat it mit vrucht worde geladen,
355To betalen mine pacht.
Den dot hebbe ik nicht geacht.

Der Tod.Grot arbeit hesftu ghedan.
God wil di nicht vorsman
Mit dinem arbeide unde not.
360It is recht, ik segge di blot,
God wilt di betalen
In sinen oversten salen.
Vruchte nicht en twink! – –
Tret her, jungelink!

Der Jüngling.365Der werlde lust mi nu smaket,
Du hefst de tyt ovel raket,
Du kumpst slikende her ghegan
Unde wult mi in din nette beslan.
De werlde mi lavet heil,
370Bedrucht se mi, so is se feil.
Wike wech, late mi ruseleren!
Int older wil ik mi bekeren.

Der Tod.In der nacht, der deve gank,
slikende is min ummewank.
375Ein junk man sik bi tiden ker
To gade, sin luste dregen ser.
Hir is nene blivende stat.
Haddestu west der werlde hat,
Were di beter unde er minne! – –
380Junkvrou, mit di ik danssen beghinne!

Die Jungfrau.Des reiges were ik onich gherne,
Ik junghe schone derne,
Ik hadde merket der werlde lust,
Van diner kumpst nicht gewust.
385Nu kumpstu snel unde mi vorverst,
Ik wuste nicht, dattu hir werst.
127Were ik ene klostervrowe worden,
So trede ik vro in dinen orden.
..........................
..........................

Das Kind.397O dot, wo schal ik dat vorstan?
Ik schal dansen unde kan nicht gan!
..........................
..........................

Sigue explorando

Por su autor
Jacob von Melle
Dónde vive
La Biblioteca

Expediente

Autor
Jacob von Melle
Título
Lübecker Totentanz
Lengua
alemán
Época
Ilustración
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-lubecker-totentanz--jacob-von-melle-368940
Cita recomendada
Jacob von Melle, «Lübecker Totentanz», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-lubecker-totentanz--jacob-von-melle-368940.html

Las obras de dominio público se reproducen íntegras, con atribución y en la ortografía de su impreso. ¿Ves una errata o conoces una fuente mejor? Escríbenos desde Sobre la casa.