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Rainer Maria Rilke · Vanguardias / s. XX

Letzter Abend (aus dem Besitze Frau Nonnas)

alemán

Und Nacht und fernes Fahren; denn der Train
des ganzen Heeres zog am Park vorüber.
Er aber hob den Blick vom Clavecin
und spielte noch und sah zu ihr hinüber

beinah, wie man in einen Spiegel schaut:
so sehr erfüllt von seinen jungen Zügen
und wissend, wie sie seine Trauer trügen,
schön und verführender bei jedem Laut.

Doch plötzlich wars, als ob sich das verwische:
sie stand wie mühsam in der Fensternische
und hielt des Herzens drängendes Geklopf.

Sein Spiel gab nach. Von draußen wehte Frische.
Und seltsam fremd stand auf dem Spiegeltische
der schwarze Tschako mit dem Totenkopf.

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Autor
Rainer Maria Rilke (1875–1926) · Wikidata Q76483
Título
Letzter Abend (aus dem Besitze Frau Nonnas)
Lengua
alemán
Época
Vanguardias / s. XX
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-letzter-abend-aus-dem-besitze-frau-nonnas--rainer-maria-rilke-774bce
Cita recomendada
Rainer Maria Rilke, «Letzter Abend (aus dem Besitze Frau Nonnas)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-letzter-abend-aus-dem-besitze-frau-nonnas--rainer-maria-rilke-774bce.html

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