252Herbst.
Wieder ist es Herbst geworden; ausgeträumt den schönen Traum,
Sinkt das fahle Laub zur Erde, von dem müden, matten Baum.
Blätter, Blumen sind gestorben; Nelken welkten, Rosmarin, –
Stürme wehten durch die Rosen, und die Lilien schwanden hin.
5Bunte Vögel wiegten zwitschernd sich in süßem Blüthenduft.
Nun ist’s Herbst und wild durchtoset Sturm die ausgestorb’ne Luft. –
Zieht hierauf der neue Frühling mit erneu’ter Poesie,
Denkt man dann wohl der Verblühten? trauert dann man wohl um sie?