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Wilhelm Busch · Modernismo

Gründliche Heilung

alemán

Es saß der fromme Meister
Mit Weib und Kind bei Tisch.
Ach, seine Lebensgeister
Sind nicht wie sonst so frisch.

Er sitzt mit krummem Nacken
Vor seinem Leibgericht,
Er hält sich beide Backen,
Worin es heftig sticht.

Das brennt wie heiße Kohlen.
Au, schreit er, au, verdammt!
Der Teufel soll sie holen,
Die Zähne allesammt!

Doch gleich, wie es in Nöthen
Wohl öfter schon geschah,
Begann er laut zu beten:
Hilf, Apollonia!

Kaum daß aus voller Seele
Er diesen Spruch gethan,
Fällt aus des Mundes Höhle
Ihm plötzlich jeder Zahn.

Und schmerzlos, Dank dem Himmel,
Schmaust er, wie sonst der Brauch,
Nur war es mehr Gemümmel,
Und lispeln thät er auch.

Pohsit! Wie klingt so niedlich
Des Meisters Säuselton.
Er trank, entschlummert friedlich,
Und horch, da schnarcht er schon.

3. August 1907 an die »Lustige Woche« gegeben.

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Autor
Wilhelm Busch
Título
Gründliche Heilung
Lengua
alemán
Época
Modernismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-grundliche-heilung--wilhelm-busch-abdd22
Cita recomendada
Wilhelm Busch, «Gründliche Heilung», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-grundliche-heilung--wilhelm-busch-abdd22.html

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