Grab ein, grab ein
In unsrer Mutter reichen Schrein,
Für alle Sorge und Beschwerde
Erliegt dein Lohn in treuer Erde.
Grab ein, grab ein.
Grab einen Schuh
Mit starker Hand, so findest du
Dein Stücklein Brot aus Halmen sprießen,
Oh, mögest fröhlich es genießen!
Grab einen Schuh!
Grab zwei Schuh ein,
So wird dich einst ein Baum erfreun,
Der hier so tief die Wurzel breitet,
Und dessen Dach dir Schutz bereitet,
Grab zwei Schuh ein!
Grab drei Schuh ein,
So sammelt sich darinen rein
Vielleicht die Quelle frisch und helle,
Zur guten Lab' für Leib und Seele,
Grab drei Schuh ein!
Grab vier Schuh ein,
So ist's der Grund zum ersten Stein,
Wenn emsig du ein Haus dir bauest
Und hoffend in die Zukunft schauest,
Grab vier Schuh ein!
Grab fünf Schuh ein,
So blitzt wohl gar des Silbers Schein,
Und tausend goldne Fäden weben
Sich herrlich durch dein ganzes Leben,
Grab fünf Schuh ein!
Grab sechs Schuh ein,
Wie leer mag da die Grube sein;
Oh, nimmermehr, da findest du
Das Beste, eine sanfte Ruh',
Grab sechs Schuh ein!