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Johann Wolfgang von Goethe · Romanticismo

Glück der Entfernung

alemán

48Glück der Entfernung.

Trink’, o Jüngling! heil’ges Glücke
Taglang aus der Liebsten Blicke;
Abends gaukl’ ihr Bild dich ein.
Kein Verliebter hab’ es besser;
5Doch das Glück bleibt immer größer,
Fern von der Geliebten seyn.

Ew’ge Kräfte, Zeit und Ferne,
Heimlich wie die Kraft der Sterne,
Wiegen dieses Blut zur Ruh.
10Mein Gefühl wird stets erweichter;
Doch mein Herz wird täglich leichter
Und mein Glück nimmt immer zu.

Nirgends kann ich sie vergessen;
Und doch kann ich ruhig essen,
15Heiter ist mein Geist und frei;
Und unmerkliche Bethörung
Macht die Liebe zur Verehrung,
Die Begier zur Schwärmerey.

Aufgezogen durch die Sonne
20Schwimmt im Hauch äther’scher Wonne
So das leichtste Wölkchen nie,
Wie mein Herz in Ruh und Freude.
Frei von Furcht, zu groß zum Neide,
Lieb’ ich, ewig lieb’ ich sie!

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Autor
Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) · Wikidata Q5879
Título
Glück der Entfernung
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-gluck-der-entfernung--johann-wolfgang-von-goethe-60584c
Cita recomendada
Johann Wolfgang von Goethe, «Glück der Entfernung», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-gluck-der-entfernung--johann-wolfgang-von-goethe-60584c.html

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