Ich tanze die Treppen herab mit federnden Sehnen.
Mit glänzend geöffneten Augen fühle ich Straßen hin.
Aber der Tag ist schwierig im Winterdämmern.
Die Straßen biegen aus und flackern davon.
Ein Schatten überspringt mich, ein schmerzliches Wundern:
Die Wagen und Autos meiden mich in Flucht,
Die Straßenbahnen kreischen auf in den Strängen,
Um die Ecke schnellend läuten sie Not.
Und Menschen, schwarz, heftig und windgeweht,
— Ihr rot umworbene Richter meiner Empfindungen! —
Stürmen vorüber, wirr fuchtelnd mit Fluchtgebärde,
Steif zeigen Finger nach meiner Stirn.
Und alles, was da war begriffen, ungreifbar,
Legt zwischen mich und sich einen Raum!
Staub hebt sich auf und begibt sich von dannen!
Nur — O Traum besonnter Beruhigung! —
Ein Fenster im Dach — Auge, blinkend verirrt!
Scheibe, zerscherbt und der Armen Lichtschenker! —
Hält sich, gern gebend, plötzlichem Strahl der Scheidesonne hin.
Rührend empfangen, senkt sich der Funke auf mich,
Daß ich in Geleucht starr stehe wie ein Gott in der Fremde. —
Kommen da nicht aus allen Winkeln,
Den Türen, Läden, den Fenstern und Wagen,
Aus schwarz quellender Fülle der Torwege,
Aus Seitengassen, wo Janhagel pfiff —
Kommen nicht lauter sehr schüchterne Lichter,
Still flackernde Augen her, her zu mir!
Das was ich suchen ging: Suchende Augen!
Was mich erschüttert und emporfedert!
Was mir wie schluchzendes Jauchzen nach Innen schlägt:
Gefundene suchende Augen!
Hell schwimmen sie mir entgegen, glitzernde Wellen.
Ich bade mich, umtastet von ihrem Staunen.