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Wilhelm Busch · Modernismo

Erbauliche Bescheidenheit

alemán

Sehr schlecht befand sich Mutter Klöhn.
Sie kann nicht gehn,
Ist krumm und lahm
Und liegt zubett und rührt sich nicht.
Seit zwanzig Jahren hat sie schon die Gicht.
Herr Küster Bötel, welcher häufig kam,
Um gute Bessrung ihr zu wünschen,
Erzählt ihr auch des weitern,
Um sie ein wenig zu erheitern,
Die Mordgeschichte, die man jüngst verbrochen.
Ja, denken Sie nur mal,
Der Präsident von Frankreich ist erstochen
Von einem Strolch
Mit einem Dolch.
Ist das nicht ein Skandal?
Oh, Lü und Kinners, rief sie voller Graun,
Wat gift et doch vär Minschen.
Sau wat könn eck doch nich e daun!!
Herr Bötel sprach und sah sie freundlich an:
Dies Wort von Ihnen mag ich leiden.
Ein guter Mensch ist niemals unbescheiden
Und thut nicht mehr als was er kann.
Adieu, Frau Klöhn!
Auf fröhlich Wiedersehn!

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Autor
Wilhelm Busch
Título
Erbauliche Bescheidenheit
Lengua
alemán
Época
Modernismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-erbauliche-bescheidenheit--wilhelm-busch-1a87fa
Cita recomendada
Wilhelm Busch, «Erbauliche Bescheidenheit», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-erbauliche-bescheidenheit--wilhelm-busch-1a87fa.html

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