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William Shakespeare · Barroco

Einer Liebenden Klage

alemán

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Einer Liebenden Klage.

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157 Ein hochgewölbter Hügel tönte wieder
Des Schwesterthales trauervollen Sang,
Und ich vernahm’s, und legte still mich nieder,
Denn lauschen wollt’ ich diesem Doppelklang;
5Da sah ich bald ein bleiches Mädchen bang
Briefe zerreißen, Ringe wild zerschlagen,
Und ihre Welt im Sorgensturm durchjagen.

Ein flacher Hut von Stroh auf ihrem Haupte
Deckt ihr das Antlitz vor der Sonne Gluth,
10Auf dem das Auge noch zu sehen glaubte
Die Leiche todter Schönheit, die dort ruht.
Noch war die Jugend vor des Alters Wuth
Nicht ganz entflohn; es zeigten sich noch immer,
Trotz Gram und Leid, ehmal’ger Schönheit Trümmer.

15Und oft hebt sie ein Tüchlein an das Auge,
Das wunderbare Zeichen auf sich trägt;
Sie netzt die seid’nen Züge mit der Lauge,
Die tiefes Weh in runde Thränen prägt,
Und oftmals lies’t sie, was es in sich hegt;
20Bald klagt sie laut, bald wimmert sie nur leise,
Doch zeigt sie tiefen Schmerz auf jede Weise.

158 Bald scheint ihr Aug’ der Höhle zu entschlüpfen,
Als künd’ es Krieg den Himmelssphären an,
Bald abgewendet wieder, sich zu knüpfen
25Fest an der Erde Rundung; dann und wann
Starrt es gerade aus, und leihet dann
Sich jedem Ort zugleich, es schweift und irret;
Im Wahnsinn scheinen Geist und Aug’ verwirret.

Ihr Haar, nicht los, und doch nicht aufgebunden,
30Zeugt von des Stolzes sorgenloser Hand;
Theils hatt’ es sich dem Hute schon entwunden,
Wo es den Weg dann längs der Wange fand,
Theils hielt es noch in losen Flechten Stand,
Und wollte, treu den Banden, nicht entfliehen,
35Ob diese gleich nur schlaff es noch umziehen.

Aus einem Körbchen zog sie nach und nach
Wohl tausend zarte Liebesangedenken,
Und warf sie, jedes einzeln, in den Bach,
An dem sie saß, den ihre Zähren tränken,
40Wie Wucher Naß der Nässe pflegt zu schenken,
Wie Konigshände stets des Glückes Gaben
Dem Reichthum spenden, nie die Armuth laben.

Auch Zettel, schön gefaltet, waren drein,
Die las sie durch und schenkte sie der Fluth,
45Brach manchen Ring von Gold und Elfenbein
Und gab die Trümmer dann dem Bach zur Hut.
Auch fand sie Briefe, deren Schrift von Blut,
Die waren all’ mit Seide zart umwunden,
Geheimnißvoll gesiegelt und gebunden.

50159 Die sind von Thränen gänzlich voll gesogen,
Und oft geküßt und öfter noch durchdacht.
Sie ruft: „Wie hast du, falsches Blut, gelogen,
Wie hast du falsches Zeugniß mir gebracht!
Schwärzer als du ist kaum der Tinte Nacht.“
55Sie spricht’s und läßt dann ihre Wuth gewähren,
Den Inhalt ungehalten zu zerstören.

Ein würd’ger Alter hütete nicht weit, –
(Ein Wildfang früher, der der Höfe Sitten
Gar wohl gekannt; es war die Jugendzeit
60Ihm längst entschwunden, in der Städte Mitten)
Der sah das Alles, kam hinzugeschritten
Und fragt – sein Alter giebt ihm Recht – bescheiden
Bei ihr nach Grund und Ursach’ ihrer Leiden.

Er gleitet, auf den Knotenstock gestützt,
65Geziemend weit entfernt, doch ohne Weilen
Zur Erde nieder, und sobald er sitzt,
Ersucht er nochmals sie, ihr Leid zu theilen
Mit seinem Ohr; er meint, er könne heilen
Vielleicht den Gram, der sie so tief betrübe,
70Und er verspricht ihr’s mit des Alters Liebe.

„Siehst du an mir, o Vater, die Gewalt,“
So spricht sie, „vieler martervoller Stunden,
So glaube darum nicht, ich sei schon alt,
Nicht Alter, nein, der Gram schlug mir die Wunden;
75Ein duftig Blümchen hättst du mich gefunden,
Hätt’ ich auf mich die Liebe nur gelenkt,
Die, leider! einem Andern ich geschenkt.

160 Doch wehe mir! Ein jugendliches Frei’n
Um meine Huld ließ ich zu früh gelingen!
80Ach, so empfahl ihn ja der äuß’re Schein,
Daß nur an ihm der Mädchen Augen hingen!
Die Liebe sucht’ ein Haus, – der Flug der Schwingen
Trug sie in ihn! Er ward ihr Eigenthum,
Ein neuer Tempel ihr, ein neuer Ruhm.

85In braunen Locken hing sein schönes Haar,
Und seinen Lippen trug des Windes Wehen
Die seid’nen Fäden stets zum Kusse dar.
Was süß zu thun ist, das wird schnell geschehen;
Entzückt ist jedes Aug’, das ihn gesehen,
90Denn was im Paradiese soll erscheinen,
Das zeigt auf seinem Antlitz sich im Kleinen.

Der Mannheit Zeichen, das am Kinn man schaut,
War spärlich, denn der Bart erschien nur kaum.
Gleich ungeschornem Sammet auf der Haut,
95Die, wo sie nackt, noch zarter als der Flaum.
Doch dieser Wechsel war es, der zum Traum
Sein Antlitz machte; zweifelnd stand die Liebe,
Ob mit, ob ohne Flaum er schöner bliebe. –

Und wie der Körper glänzend, war sein Geist,
100Die Sprache mädchensanft, doch hochgesinnt,
Im Streit mit Männern war er stark und dreist,
Wie zur April- und Maienzeit der Wind,
Wenn still die Lüftchen, doch gefährlich sind.
Es gab die Ungebundenheit der Jugend
105In ihm der Falschheit jeden Schein der Tugend.

161 Schön konnt’ er reiten, daß es oftmals hieß:
„Seht, wie das Roß im Reiter Kühnheit fand!
Stolz seiner Knechtschaft trägt es das Gebiß,
Wie springt und steigt es! Welche sichre Hand!“
110So, daß gar häufig Streit darob entstand,
Ob durch den Mann das Roß gehoben werde,
Oder der Mann von solchem edlen Pferde.

Doch bald entschied die Frage sich für ihn,
Da aus Gewohnheit er zum Leben wendet
115Die Eigenschaften all’, die ihm verlieh’n;
Sie waren alle nur durch ihn vollendet.
Der Schmuck selbst, dem er größre Schönheit spendet,
Als ihm der Schmuck, schien ihm umsonst gegeben,
Denn leihen muß von ihm der Schmuck erst Leben.

120Auf seiner Zunge schliefen oder wachten
Die Gründe sämmtlich und die tiefen Fragen
Sammt ihrer Lösung, welche Denker dachten;
Zu seiner Lust nur schien er sie zu tragen!
Aus Weinen Lachen, aus Gelächter Klagen
125Zu machen, das war leicht ihm zu erfüllen,
Die Leidenschaften waren ihm zu Willen.

In jedem Busen herrscht nur er allein,
Und Männer so wie Weiber, Jedes theilte
Den guten Willen, stets bei ihm zu sein,
130Und folgt’ ihm überall wohin er eilte;
Ja, daß man ihm Gewährung schon ertheilte,
Noch eh’ er bat; man schien sich zu bedenken,
Befragte sich, und ließ sich dennoch lenken.

162 Auch gaben Viele um sein Bild sich Müh’,
135Um die Erinnerung darauf zu stützen,
Gleich Thoren, die in ihrer Phantasie
Die Schätze träumen, die sie nicht besitzen,
Die Geld und Güter in Gedanken nützen,
Und die mehr Lust im bloßen Wahne zeigen,
140Als selbst der kranke Herr, dem’s wahrhaft eigen.

So Manche, die berührt nie seine Hand,
Hielt sich für seines Herzens Königin.
Mein armes Ich, das, ach! ganz frei da stand,
Mein eignes Freilehn, frei an Herz und Sinn, –
145Ich gab mich seinem Liebesfeuer hin,
Gab seinem Zauber mich zum Eigenthume,
Behielt den Stengel, gab ihm meine Blume.

Doch that ich nicht, was viele Andre thaten,
Ich bat ihn nicht, noch wich ich seinen Stürmen, –
150Ich fühlte meine Ehre wohlberathen,
Und wußte durch Entfernung sie zu schirmen.
Selbst die Erfahrung schützte mich mit Thürmen,
Die sie mir baute; Herzen sah ich viele,
Zerfall’ne Trümmer seiner Liebesspiele.

155Doch ach! wen hat Erfahrung je gelehrt
Das Uebel, das ihn treffen soll, zu meiden?
Wann hat ein fremdes Beispiel abgewehrt
Gefahren, die uns eignes Blut macht leiden?
Von unsern Trieben wird kein Rath uns scheiden,
160Denn guter Rath in unsrer Leidenschaft
Stumpft uns nur ab, und giebt so größre Kraft.

163 Auch wird das Blut zufrieden nicht gestellt,
Wenn fremdes Beispiel es in’s Joch soll bringen;
Wenn man ihm das verbeut, was ihm gefällt,
165Weil Andre, Gleiches wagend, untergingen!
Vernunft wird nie die Leidenschaft bezwingen!
Der Gaumen wird das, was ihm schmeckt, genießen,
Ruft gleich Vernunft: „du wirst es theuer büßen.“

Ich wußt’ es wohl: der Mann wird dich verrathen,
170Ich sah die Opfer seiner Schmeichelei;
In fremden Gärten schaut’ ich seine Saaten,
Wohl wußt’ ich, daß sein Lächeln Heuchelei,
Wohl wußt’ ich, daß er keinem Schwure treu,
Gedanken, Worte, Briefe, nichts als Lug,
175Erzeugt von einem Busen voll von Trug!

Lang wehrt’ ich ihm den Weg zu meinem Herzen,
Bis er begann: „Laß, edle Maid, dich rühren!
O habe Mitleid mit der Jugend Schmerzen,
Und fürchte nichts von meinen heil’gen Schwüren;
180O laß mich nicht die Hoffnung ganz verlieren!
Als Gast nur kenn’ ich sie, der Liebe Freuden,
Nie lud ich ein, nie band ich mich mit Eiden!

Was ich bis jetzt verbrochen, fern und nah,
Sind Sünden nur des Bluts, der Liebe nie;
185Die Lieb’ hat keine Schuld; all das geschah,
Weil Keiner Lieb’ ich schenkte, nein, sie lieh! –
Die ihre Schande suchten, fanden sie;
Je schwerer sie belastet ihre Schmach,
Um so viel leichter ist, was ich verbrach.

190164 Und alle Jene, die mit mir gespielt,
Sie konnten Alle nicht mein Herz erwärmen;
Nie hab’ ich noch der Liebe Leid gefühlt,
Von Einer konnt’ ich leicht zur Andern schwärmen;
Wohl litten sie, ich konnte mich nicht härmen;
195Sie dienten mir; mein Herz blieb frei und gleich,
Befahl, regierte nur sein Königreich.

Sieh’ den Tribut, den mir der Wahn gezollt:
Die bleichen Perlen, der Rubinen Gluth;
Andeutend, daß die Geberin mir hold,
200Die leidend, die mit Lust; so deutet’s gut
Ein blutlos Weiß und dunkelrothes Blut;
Längst zog die Lieb’ in ihre Herzen ein,
Und all ihr Kämpfen war nur äußrer Schein.

Sieh’ diese Schätze, dieser Flechten Haar,
205Dem goldne Bänder liebend sich vereinen;
Wie manche Schönheit brachte sie mir dar,
Und flehte, daß ich’s nehmen sollt’ im Weinen,
Bereichert noch mit köstlichen Gesteinen,
Und mit Sonetten, die erklären wollten,
210Was diese Steine mir bedeuten sollten.

Der harte Diamant, man gab ihn mir,
Daß er die Strenge mir und Keuschheit male;
Smaragde, dunkelgrün, sie sagen hier,
Ein krankes Aug’ gesund’ im Hoffnungsstrahle,
215Saphire himmelblau, und hier Opale,
Die zeigen Vieles an; kurz jeder Stein,
Vom Witz erklärt, zeigt Freude oder Pein.

165 Sieh’, alle die Trophäen tiefer Gluth,
Der unterwürf’gen Liebe süße Spende,
220Nicht länger halt’ ich sie in meiner Hut;
Dir geb’ ich sie, der ich mich selber spende,
Dir geb’ ich sie, die Anfang mir und Ende,
Dein sind sie alle; mir trug man sie zu,
Weil ich der Altar bin, deß Heilige du.

225Drum gieb mir deine göttergleiche Hand, –
Vor deren Weiß des Lobes Worte schweigen, –
Nimm diese Opfer an, dir zugesandt
Mit Seufzern, die der tiefsten Brust entsteigen,
Und wolle gnädig dann zu mir dich neigen,
230Dem Priester, der im Ganzen das dir spendet,
Was einzeln und getrennt man ihm gesendet. –

Blick’ her! Von einer Nonne kommt mir dieß,
Von einem Mädchen, sanft und blendend schön,
Die kürzlich erst des Königs Hof verließ,
235Wo nur auf sie die Ritterschaft gesehn;
Sie hörte kalt der Würdenträger Flehn,
Zog in ein Kloster sich von dort zurück,
Und suchte in des Himmels Dienst ihr Glück.

Doch, o Geliebte! nicht ist’s von Gewicht,
240Das zu verlieren, was man nie besessen,
In’s Kloster gehn, kennt man die Liebe nicht,
In voller Freiheit Ketten zu vergessen; –
Noch hatte sie sich kämpfend nicht gemessen,
Noch hatte nur die Flucht ihr Ruhm verschafft,
245Entfernung bracht’ ihr Sieg, nicht eigne Kraft.

166 Verzeih’ mein Prahlen! Wahrheit sprech’ ich dir; –
Der Zufall, der mich ihr vor Augen brachte,
Der erste Anblick unterwarf sie mir,
Daß sie alsbald nur an die Flucht noch dachte
250Und ihres Ordens strenger Regel lachte.
Sie ging in’s Kloster, nicht versucht zu sein,
Und nun versucht sie nur, sich zu befrein.

Wie mächtig du bist, laß mich dir verkünden!
Die Herzen alle, die mir einst erlagen,
255Sie ließen ihren Strom in meinen münden,
Und diesen muß ich in dein Meer nun tragen:
Mich, ihren Sieger hast du ja geschlagen;
Wir alle müssen uns dazu verbinden,
Dein kaltes Herz von Liebe zu entzünden.

260Ich fesselte des Himmels keusche Braut;
Wohl hatte sie gefastet, sich kasteit,
Doch unterlag sie, da sie mich geschaut;
Gelübd’ und Weihen waren bald entweiht!
O mächt’ge Liebe, Schwur, Gelübd’ und Eid,
265Ohnmächtig sind sie gegen dich und klein,
Denn du bist Alles, und die Welt ist dein!

Erscheinest du, was helfen dann die Lehren
Des schalen Beispiels! Wenn du willst entzünden,
Wie kalt, wie schwach nur können wir dir wehren!
270Kindliche Furcht, Gesetz, der Ruf – sie schwinden,
Vernunft und Scham selbst kannst du überwinden,
Und in der Qual, die du bereitest, linderst
Du Kampf und Schrecken, da du beide minderst.

167 Die Herzen alle, die in meinem leben,
275Sie seufzen, da das meine bricht, so schwer!
Vernimm das Flehn, das sie zu dir erheben,
Und sei so grausam gegen mich nicht mehr!
Leih’ meinem zarten Wunsch geneigt Gehör,
Leih’ deine Seele gläubig meinen Schwüren,
280Die Treue nur und Wahrheit in sich führen!“

Er sprach’s und ließ die feuchten Augen sinken,
Die bis dahin nur starr auf mich geblickt;
Die Wangen schienen durch den Strom zu blinken,
Deß salz’ge Fluth das Auge niederschickt.
285Wie hat das schöne Flußbett mich entzückt!
Es war krystallbegränzter Rosen Gluth,
Im Purpur schimmernd durch die klare Fluth!

O Vater, welcher Hölle Zaubermacht
Ist’s, die aus einer Thräne Rundung spricht!
290Wenn Thränen erst ein Aug’ hervorgebracht,
Welch Felsenherz schmilzt dann zu Wasser nicht?
Wo wäre Eis so stark, das hier nicht bricht?
O Thränen! kalte Scham könnt ihr entzünden,
Und laßt des heißen Zornes Gluth verschwinden.

295Die Thränen wurden meiner Ehre Grab,
Die Thränen ließen die Vernunft entfliehn,
Der Keuschheit weiße Stola warf ich ab,
Ließ Furcht und Scham, die sichern Wachen, ziehn,
Erschien ihm ganz so, wie er mir erschien,
300In heißen Thränen schmelzend! doch die seinen,
Sie waren Gift mir, Leben ihm die meinen.

168 In ihm ist Kunst und List so wohl vereint,
Daß Beides sich in jede Form ihm schmiegt;
Verschämt erröthet er und schluchzt und weint,
305Erblaßt, und Alles das erscheint, verfliegt,
Ganz wie er glaubt, daß es am Besten trügt;
Für Unzucht hat er Roth, für Unglück Thränen,
Und Bläss’ im Angesicht bei Schreckensscenen;

So daß kein Herz, um das er sich bemühte,
310Den Pfeilen, die er drauf verschoß, entging;
Er zeigte dann so Sanftmuth nur und Güte,
Daß er, in sie gehüllt, ein jedes fing.
Dann scheint ihm jede Lüge nur gering,
Und während Wollustfeuer ihn verzehrt,
315Preis’t er der Keuschheit und der Tugend Werth.

So deckt er mit der Unschuld weißem Schleier,
Den in ihm lauernden verborgnen Feind;
Erfahrungslos weicht man dem Ungeheuer,
Das engelgleich uns zu umschweben scheint; –
320Weiß Jugend denn und Unschuld, was er meint?
Weh’ mir, ich fiel! und muß mich dennoch fragen,
Was ich für ihn auf’s Neue könnte wagen.

O gift’ge Thräne, die sein Auge spendet,
O falsches Roth, das auf der Wang’ ihm glüht,
325O Lügenworte, die sein Herz entsendet,
O böser Hauch, der seiner Brust entflieht,
O diese Heuchelei, die ihn umzieht,
Ihr würdet die Betrog’ne nochmals rühren,
Und eine Büßende auf’s Neu’ verführen!“ –

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William Shakespeare (1564–1616) · Wikidata Q692
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Identificador
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