Ein Knab' ging hinaus
Von Vaters Haus,
Eine Jungfrau wollt' er suchen.
Er schritt fürbaß
Die Heeresstraß',
Auf der Straßen lagen die Steine.
Er nahm den Pfad
Wohl in die Stadt,
Eine Jungfrau wollt' er suchen.
Er sah mit Gier
Viel goldne Zier,
Viel hohe Türme ragen.
Drauf zog er bald
Zum grünen Wald,
Eine Jungfrau wollt' er suchen.
Im Schattenland
Manch Blümlein stand,
Auf den Bäumen die Vögel sangen.
Zu Berg und Tal,
Auf Burg und Wall
Eine Jungfrau wollt' er suchen.
Sein Wanderstab,
Der schliff sich ab,
Neun Paar Schuh hat er zertreten.
Mit bloßem Fuß
Und müdem Gruß
Er ging in eine Hütten.
Er sah in der Wiegen
Ein Mägdlein liegen,
Die Jungfrau hat er gefunden.