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Georg Trakl · Modernismo

Ein Herbstabend

alemán

An Karl Röck

Das braune Dorf. Ein Dunkles zeigt im Schreiten
Sich oft an Mauern, die im Herbste stehn,
Gestalten: Mann wie Weib, Verstorbene gehn
In kühlen Stuben jener Bett bereiten.

Hier spielen Knaben. Schwere Schatten breiten
Sich über braune Jauche. Mägde gehn
Durch feuchte Bläue und bisweilen sehn
Aus Augen sie, erfüllt von Nachtgeläuten.

Für Einsames ist eine Schenke da;
Das säumt geduldig unter dunklen Bogen,
Von goldenem Tabaksgewölk umzogen.

Doch immer ist das Eigne schwarz und nah.
Der Trunkne sinnt im Schatten alter Bogen
Den wilden Vögeln nach, die ferngezogen.

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Autor
Georg Trakl
Título
Ein Herbstabend
Lengua
alemán
Época
Modernismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-ein-herbstabend--georg-trakl-55df5b
Cita recomendada
Georg Trakl, «Ein Herbstabend», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-ein-herbstabend--georg-trakl-55df5b.html

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