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Wilhelm Müller · Romanticismo

Die Winterreise (Müller) — 1. 1. Gute Nacht.

alemán

Fremd bin ich eingezogen,
Fremd zieh’ ich wieder aus.
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß.
Das Mädchen sprach von Liebe,
Die Mutter gar von Eh’ —
Nun ist die Welt so trübe,
Der Weg gehüllt in Schnee.

Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit:
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit.
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit,
Und auf den weißen Matten
Such’ ich des Wildes Tritt.

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Was soll ich länger weilen,
Bis man mich trieb’ hinaus?
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus!
Die Liebe liebt das Wandern, —
Gott hat sie so gemacht —
Von Einem zu dem Andern —
Fein Liebchen, gute Nacht!

Will dich im Traum nicht stören,
Wär’ Schad’ um deine Ruh’,
Sollst meinen Tritt nicht hören —
Sacht, sacht die Thüre zu!
Ich schreibe nur im Gehen
An’s Thor noch gute Nacht,
Damit du mögest sehen,
Ich hab’ an dich gedacht.

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Autor
Wilhelm Müller
Título
Die Winterreise (Müller) — 1. 1. Gute Nacht.
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-winterreise-muller-1-1-gute-nacht--wilhelm-muller-5bb0b5
Cita recomendada
Wilhelm Müller, «Die Winterreise (Müller) — 1. 1. Gute Nacht.», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-winterreise-muller-1-1-gute-nacht--wilhelm-muller-5bb0b5.html

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