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PoetósferaLa BibliotecaErnst Wilhelm Lotz

Ernst Wilhelm Lotz · Modernismo

Die Strasse

alemán

Auf violetten Dünsten schwimmen Lichter
Von brennend hohem Gelb. Du tauchst hinein,
Gewirbelt blindlings in ein Meer Gesichter,
Blaß, atmend nah. Versinkst. Und bist allein.

Nur du. Zum Prüfen fühlst du deine Hände
Und weißt, du träumst. Der Traum steigt weiß empor.
Vor dir erkennst du steile Straßenwände,
Behängt mit seltsam hellem Lichterflor.

Dein Ohr ist zu. Nur deine Augen fühlen.
Quer zeigt die Straße durch den Sternenwald.
Die Sternenzweige, die vorüberspühlen,
Bildtäuschen Göttergesten und manche Tiergestalt.

Du selbst ein Stern. Du tönst. Dich kannst du hören
Hinklingen durch das All. Du träumst und schwimmst
In Töne-Träumen, die dich leuchtend schön betören,
Daß du sie für der andern Wohllaut nimmst.

Wo ist die Sonne, die dich zirkelnd bindet?
Versäumt. Du steuerst fort. Es ist zu spät.
Um deine Feuerbahn nachschleifend windet
Sich hell ein Schweif. — Stürm glühend fort Komet!

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Autor
Ernst Wilhelm Lotz
Título
Die Strasse
Lengua
alemán
Época
Modernismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-strasse--ernst-wilhelm-lotz-d9f4be
Cita recomendada
Ernst Wilhelm Lotz, «Die Strasse», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-strasse--ernst-wilhelm-lotz-d9f4be.html

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