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Georg Weerth · Romanticismo

Die rheinischen Weinbauern

alemán

66 Die rheinischen Weinbauern.

An Ahr und Mosel glänzten
Die Trauben gelb und roth;
Die dummen Bauern meinten,
Sie wären aus jeder Noth.

5Da kamen die Handelsleute
Herüber aus aller Welt:
„Wir nehmen ein Drittel der Ernte,
Für unser geliehenes Geld!“

67Da kamen die Herren Beamten
10Aus Koblenz und aus Köln:
„Das zweite Drittel gehöret
Dem Staate an Steuern und Zöll’n!“

Und als die Bauern flehten
Zu Gott in höchster Pein,
15Da schickt’ er ein Hageln und Wettern
Und brüllte: Der Rest ist mein!

Viel Leid geschieht jetzunder,
Viel Leid und Hohn und Spott,
Und wen der Teufel nicht peinigt,
20Den peinigt der liebe Gott!

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Autor
Georg Weerth
Título
Die rheinischen Weinbauern
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-rheinischen-weinbauern--georg-weerth-f505d6
Cita recomendada
Georg Weerth, «Die rheinischen Weinbauern», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-rheinischen-weinbauern--georg-weerth-f505d6.html

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