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PoetósferaLa BibliotecaIgnaz Heinrich von Wessenberg

Ignaz Heinrich von Wessenberg · Romanticismo

Die Orgel (Wessenberg)

alemán

197

Die Orgel.

Wunderschön im hochgewölbten Dom
Schwebst du, wie ein Sternenchor am Himmel;
Deiner Töne feierlichem Strom
Weichet ehrfurchtsvoll das Erdgetümmel.
5Ueber die Gemeinde wogt die Flut,
Läutert, wärmt und stärkt mit heil’ger Glut.

Mit der Allgewalt der Harmonien
Leitest du, wie Bäche, die Gefühle.
Haß und Neid erlöschen, Sorgen fliehn;
10Staubbewohner stehn verklärt am Ziele.
Sünder füllst du mit der Wehmuth Schmerz;
Wenn du jubelst, jubelt jedes Herz.

In der frommen Einfalt schwaches Lied
Tönst du Kraft, die Herzen zu durchdringen;
15Dem Gesang, von Liebe sanft erglüht,
Gibst du Flügel, sich zu Gott zu schwingen.
Tempel und Gemeinde schwebt empor;
Mitzusingen scheint der Engel Chor.

Heiliger dem Herzen wird das Fest,
20Wird der Trauertag durch deine Klänge.
Hier am Brautaltar wie Frühlingswest,
Wie im Hain der Nachtigall Gesänge,
Künden sie, gleich Donner und Orkan,
Dort am Grab den Sieg des Geistes an.

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Autor
Ignaz Heinrich von Wessenberg
Título
Die Orgel (Wessenberg)
Lengua
alemán
Época
Romanticismo
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-orgel-wessenberg--ignaz-heinrich-von-wessenber-20abae
Cita recomendada
Ignaz Heinrich von Wessenberg, «Die Orgel (Wessenberg)», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-orgel-wessenberg--ignaz-heinrich-von-wessenber-20abae.html

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