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Rainer Maria Rilke · Vanguardias / s. XX

Die Brandstätte

alemán

Gemieden von dem Frühherbstmorgen, der
mißtrauisch war, lag hinter den versengten
Hauslinden, die das Heidehaus beengten,
ein Neues, Leeres. Eine Stelle mehr,

auf welcher Kinder, von Gott weiß woher,
einander zuschrien und nach Fetzen haschten.
Doch alle wurden stille, sooft er,
der Sohn von hier, aus heißen, halbveraschten

Gebälken Kessel und verbogne Tröge
mit einem langen Gabelaste zog,—
um dann mit einem Blick, als ob er löge,
die andern anzusehn, die er bewog

zu glauben, was an dieser Stelle stand.
Denn seit es nicht mehr war, schien es ihm so
seltsam: phantastischer als Pharao.
Und er war anders, wie aus fernem Land.

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Autor
Rainer Maria Rilke (1875–1926) · Wikidata Q76483
Título
Die Brandstätte
Lengua
alemán
Época
Vanguardias / s. XX
Sala
La Biblioteca
Identificador
ws-de-die-brandstatte--rainer-maria-rilke-8c96bb
Cita recomendada
Rainer Maria Rilke, «Die Brandstätte», Poetósfera, poetosfera.com/p/ws-de-die-brandstatte--rainer-maria-rilke-8c96bb.html

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